Sächsischer Selbsthilfepreis 2016
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Historisches zum EEK

Die erste Eintragung zum EEK wird einer assyrisch-babylonischen Quelle zugeschrieben, die auf etwa 200 Jahre vor Christus datiert (Gearhart und Jeffs, 1998). Zu dieser Zeit wurden Geburtsanomalien von Menschen und Tieren sorgfältig notiert und als Omen mit prophetischer Bedeutung angesehen. Der erste bekannte beschriebene Fall einer Epispadie stammt aus der Zeit eines byzantinischen Herrschers namens Heraclius, der etwa 610 – 641 Jahre vor Christus gelebt hat (Gearhart und Jeffs, 1998). Die erste medizinische Beschreibung einer klassischen Blasenekstrophie gelang 1595 durch Scheuke von Grafenberg, und wird von Alvorandus 1646 in seiner Historia Monstrum zitiert (Hall und Rickham, 1953). Der Terminus “Ekstrophie” ist vom griechischen Wort “Ekstrephein“ abgeleitet und bedeutet “von Innen nach Außen gewendet”. Dieser Begriff wurde erstmalig 1780 von Chaussier verwendet (Desnos, 1972). In ihrer “Tabulae” des Museums Vrolik, beschreiben Gerardus Vrolik (1775-1859) und sein Sohn Willem Vrolik (1801-1863) zwei Exponate. Bei dem Exponat A169, handelt es sich um das Becken eines 6-jährigen Knaben, welches eine erhebliche Diastase der Schambeinfuge zeigt. Bei dem zweiten Exponat beschreiben sie eine ektop liegende, geöffnete Harnblase, die infraumbilical durch einen größeren Bauchwanddefekt zu sehen ist, entsprechend dem klinischen Bild einer klassischen Blasenekstrophie (Oostra et al., 1998).

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